Wir in Großbritannien leiden unter einem Problem, das mit der Zeit des Morgengebetes zusammenhängt. Die Gebetszeit beginnt ungefähr um ein Uhr, wobei die Dunkelheit immer noch den Himmel bedeckt, während die Sonne erst um 4:50 Uhr morgens aufgeht. Jedoch scheinen die Sonnenstrahlen am Horizont erst eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang. Ist es erlaubt den Imsak (der Zeitpunkt des Tages, an dem im Ramadan das Fasten beginnt) in dieser Zeit zu vollziehen, mit dem Wissen, dass die Zeit des Morgengebetes um 1:08 Uhr morgens beginnt, während das Gebet um vier Uhr verrichtet wird?
Alles
Lob gebührt Allah.
Erstens:
Die
Zeit, in der man sich von den Dingen enthalten soll, die das Fasten brechen,
ist der Aufgang der wahrhaftigen Morgendämmerung, so wie Allah, erhaben sei
Er, sagte:
„Und
esst und trinkt, bis sich für euch der weiße vom schwarzen Faden der
Morgendämmerung klar unterscheidet! Hierauf vollzieht das Fasten bis zur
Nacht!“
[Al-Baqara
2:187]
Al-Bukhari
(617) überlieferte von ibn ‚Umar, möge Allah mit ihnen zufrieden sein,
dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte: „Bilal ruft
noch während der Nacht, so esst und trinkt, bis ibn Umm Maktum (zum Gebet)
ruft.“
Er
war ein blinder Mann, der erst gerufen hat, als man ihm sagte: „Du bist in den
Morgen gekommen! Du bist in den Morgen gekommen!“
In
den Rechtsgutachten des ständigen Komitees – erste Serie (283/10), steht:
„Die
Grundlage beim Imsak und Fastenbrechen des Fastenden ist die Aussage Allahs,
erhaben sei Er:
„Und
esst und trinkt, bis sich für euch der weiße vom schwarzen Faden der
Morgendämmerung klar unterscheidet! Hierauf vollzieht das Fasten bis zu
Nacht!“
Somit
ist das Trinken und Essen erlaubt, bis zum Aufgang der Morgendämmerung, welche
den weißen Faden darstellt, den Allah als äußerste Grenze für
die Erlaubnis von Essen und Trinken festgelegt hat. Wenn dann die zweite
Morgendämmerung erscheint, sind das Essen, Trinken und andere Dinge, die
das Fasten brechen, verboten. Und wer isst, obwohl er den Gebetsruf der
Morgendämmerung hört, so muss er, wenn der Gebetsruf nach dem Aufgang
der zweiten Morgendämmerung war, den Tag nachfasten, und wenn es vor dem
Aufgang ist, muss er es nicht nachfasten.“
Demzufolge,
soll die Person, die in einem Land ist, in dem es eine Nacht und einen Tag
gibt, sich vom Aufgang der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang von den
Dingen enthalten, die das Fasten brechen, egal ob die Nacht lang oder kurz ist,
und egal ob die Zeit zwischen dem Aufgang der Morgendämmerung und dem
Sonnenuntergang lang oder kurz ist.
Siehe
die Antwort der Frage Nr. 106527 und die Antwort der Frage Nr.
2196.
Zweitens:
Es
ist kein Problem das Morgengebet bis 50 Minuten vor Sonnenaufgang
aufzuschieben. Dies, weil sich die Zeit vom Morgengebet, vom Aufgang der
Morgendämmerung bis die Sonne aufgeht, ausdehnt. Aufgrund seiner, Allahs
Segen und Frieden auf ihm, Aussage: „Und die Zeit des Morgengebetes ist vom
Aufgang der Morgendämmerung solang die Sonne nicht aufgegangen ist.“ (Überliefert
von Muslim, 612)
Und
Allah weiß es am besten.
