Hat der Monat Safar einen Vorzug, so wie der Monat Muharram? Ich hoffe, dass Sie dies etwas im Detail darlegen können. Ich habe gehört, dass einige Menschen diesen Monat als böses Omen betrachten. Warum?
Alles
Lob gebührt Allah und der Segen und Frieden sei auf dem Gesandten Allahs.
Um
fortzufahren:
Der
Monat Safar ist einer der zwölf Monate des Hijri-Kalenders. Es ist der
Monat, der nach Al-Muharram kommt. Einige sagen, dass er so genannt wurde, da Mekka
von seinen Bewohnern geleert wurde (das Verb, das dafür benutzt wurde, hat
denselben Ursprung wie der von „Safar“),
wenn sie in diesem Monat reisten. Es wurde auch gesagt, dass der Monat
Safar genannt wurde, da sie pflegten in diesem Monat gegen die Stämme zu
kämpfen und jeden, den sie trafen, so verließen, dass er kein (Sifr)
Hab und Gut mehr hatte.
Siehe
„Lisan Al-‘Arab“ von Ibn Mandhur, Band 4, S. 462-463.
Wir
werden über diesen Monat folgende Punkte behandeln:
I.
Was darüber von den Arabern in der
vorislamischen Zeit (Jahilia) überliefert wurde.
II.
Was in
der islamischen Gesetzgebung überliefert wurde, das den Leuten der
vorislamischen Zeit widerspricht.
III.
Was es
in diesem Monat an Erneuerungen und üblen/schlechten Überzeugungen von denjenigen,
die sich dem Islam zuschreiben, gibt.
IV.
Was in
diesem Monat an Schlachten und wichtigen Geschehnissen im Leben des Propheten,
Allahs Segen und Frieden auf ihm, geschehen ist.
V.
Was
bzgl. der erlogenen Ahadith über Safar überliefert wurde.
I.
Was darüber von den Arabern in der vorislamischen
Zeit überliefert wurde:
Die Araber hatten im Monat
Safar zwei gewaltige üble Dinge:
1.
Sie
spielten damit, indem sie die Zeit (den Monat selbst) mal vorschoben und mal
verschoben.
2.
Sie
sahen ihn als ein böses Omen.
Auf 1. bezogen: Es ist
bekannt, dass Allah, erhaben sei Er, das Jahr schuf. Die Anzahl seiner Monate
beträgt zwölf. Allah, erhaben sei Er, erklärte vier davon als geschützt,
in denen Er es verbot zu kämpfen, damit die Bedeutung ihrer
Unantastbarkeit geehrt wird. Diese Monate sind: Dhul Qi’da, Dhul Hijja,
Muharram und Rajab.
Dies wird in
Allahs, erhaben sei Er, Buch bestätigt, indem Er sagte:
„Gewiss, die
Anzahl der Monate bei Allah ist zwölf Monate, im Buch Allahs (festgelegt)
am Tag, da Er die Himmel und die Erde schuf. Davon sind vier geschützt, Das ist
die richtige Religion. So fügt euch selbst in ihnen kein Unrecht zu.“
[At-Tauba:36]
Die
Götzendiener wussten das, jedoch pflegten sie diese, entsprechend ihrer
Begierden, zu verschieben oder vorzuschieben. Dazu gehörte, dass sie den
Monat Safar anstelle von Al-Muharram setzten.
Sie glaubten
auch, dass das Verrichten der ‘Umra in den Hajj-Monaten zur größten
Unsittlichkeit gehörte. Hier ist eine Anzahl von Aussagen der Gelehrten
darüber:
a.
Ibn
‘Abbas, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, sagte: „Sie waren der
Meinung, dass die ‘Umra in den Hajj-Monaten zur größten
Unsittlichkeit auf der Welt gehörte. Sie machten aus Al-Muharram Safar und
sagten: „Wenn der Rücken der Kamele heilt, die Spuren verschwinden und Safar
vorbei ist, ist die ‘Umra für diejenigen erlaubt, die sie verrichten wollen.“
Überliefert von Al-Bukhari (1489) und Muslim
(1240)
b.
Ibn Al-‘Arabi sagte:
„Die zweite Angelegenheit: die Art und Weise des
Verschiebens eines Monats (Nasii`)
Es gibt drei Meinungen:
Die erste:
Ibn ‘Abbas berichtete, dass Junaada ibn ‘Auf ibn
Umayya Al-Kinaani jedes Jahr zur Hajj-Saison kam. Dann rief er: „Gewiss, Abu
Thumaama wird weder getadelt noch zurückgewiesen. Gewiss, Safar ist im letzten
Jahr nicht geschützt gewesen, so erklären wir ihn in einem Jahr als
geschützt und im anderen nicht.“ Und sie waren mit Hawaazin, Ghatafaan und Banu
Sulaim.
In einem (anderen) Wortlaut sagte er: „Gewiss, wir
haben Al-Muharram vorgeschoben und Safar verschoben.“ Dann kam das nächste
Jahr und er sagte: „Wir haben Safar als geschützt erklärt und Al-Muharram
verschoben.“ Dies ist jene Verschiebung.
Die zweite:
Etwas (den geschützten Monaten) hinzuzufügen. Qatada
sagte: „Einige der Irregegangen beschlossen, dass sie Safar zu den geschützten
Monaten hinzufügen. So erhob sich ihr Sprecher in der Saison und sagte:
„Gewiss, eure Götter haben in diesem Jahr Al-Muharram als geschützt
erklärt.“ So erklärten sie ihn in diesem Jahr als geschützt. Dann
stand er im nächsten Jahr auf und sagte: „Gewiss, eure Götter haben
Safar als geschützt erklärt.“ So erklärten sie ihn in diesem Jahr
geschützt und sie sagten: „Es gibt zwei Safars.““
Ibn Wahb und Ibn Al-Qasim berichteten ähnliches
von Malik, der sagte: „Die Leute der vorislamischen Zeit pflegten sie als zwei
Safars zu betrachten. Deshalb sagte der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf
ihm: „Es gibt keinen Safar.“ Genauso überlieferte dies Aschhab von ihm.
Die dritte:
Die Zeit der Hajj zu ändern. Mujahid sagte in
einer anderen Überlieferungskette (über den Vers) „das Verschieben eines
Monats ist nur eine Mehrung des Unglaubens.“ [At-Tauba:37]: „Sie haben die
Hajj, zwei Jahre lang, in Dhul Hijja vollzogen, dann haben sie sie, zwei Jahre
lang, in Al-Muharram vollzogen und dann haben sie sie, zwei Jahre lang, in
Safar vollzogen. So haben sie jedes Jahr in jedem Monat zwei Jahre lange die
Hajj vollzogen, bis die Hajj von Abu Bakr in Dhul Qi’da kam und dann hat der
Prophet in Dhul Hijja die Hajj vollzogen.“ Deshalb sagte der Prophet, Allahs
Segen und Frieden auf ihm, im authentischen Hadith in seiner Predigt:
„Gewiss, die Zeit wandte sich zurück in ihre
(ursprüngliche) Form, als Allah die Himmel und die Erde erschuf.“
Überliefert von Ibn ‘Abbas, und anderen, von dem der Wortlaut ist. Er
sagte, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte:
„O ihr Menschen, hört auf meine Worte, denn ich
weiß nicht, ob ich euch nach diesem meinen Tag, in dieser Lage, treffen
werde. Gewiss, euer Blut und euer Besitz sind bis zum Tag, an dem ihr euren
Herrn trifft, geschützt, so geschützt wie dieser euer Tag, in diesem euren
Monat, in diesem eurem Land. Und ihr werdet euren Herrn treffen und Er wird
euch nach euren Taten befragen. Ich habe bereits (die Botschaft) übermittelt!
Wer also ein anvertrautes Gut hat, der soll es dem, der es ihm anvertraut hat,
zurückgeben. Und Gewiss, jede Riba (Wucher/Zins) wird abgeschafft und euer
Vermögen gehört euch, so dass ihr weder ungerecht handelt noch
ungerecht behandelt werdet. Allah hat bestimmt, dass es kein Riba geben soll.
Und das Riba von ‘Abbas ibn ‘Abdil-Muttalib komplett abgeschafft wird. Und jede
Blutrache aus der vorislamischen Zeit wird abgeschafft. Und die erste Blutrache,
die ich abschaffe ist von Ibn Rabi’ah ibn Al-Harith ibn ‘Abdil-Muttalib. Er
wurde von Banu Laith gestillt und von Hudhail getötet. So ist er der Erste
mit dessen Blutrache aus der vorislamischen Zeit ich beginne.
Um fortzufahren: O ihr Menschen! Gewiss, der Satan hat
bereits die Hoffnung verloren auf eurem Boden angebetet zu werden, aber wenn
ihm in allem anderen gehorcht wird, von Dingen, die ihr an euren Taten
geringschätzt, wird er damit zufrieden sein. So hütet euch vor ihm, o ihr
Menschen, in Bezug auf eure Religion. Und „das Verschieben eines Monats ist nur
eine Mehrung des Unglaubens. Damit werden diejenigen, die ungläubig sein,
in die Irre geführt“. Gewiss, die Zeit wandte sich zurück in ihre
(ursprüngliche) Form, als Allah die Himmel und die Erde erschuf. Und die Anzahl
der Monate ist bei Allah zwölf Monate. Davon sind vier geschützt, drei
sind hintereinander und Rajab Mudar ist zwischen Jumada und Scha’ban.“ Etc.
Aus „Ahkaam Al-Qur`aan“ (2/503-504)
Auf 2. bezogen:
Was dem angeht, dass sie in Safar ein böses Omen sahen, so war dies bei
den Leuten der vorislamischen Zeit bekannt. Und immer noch sind davon, bei
einigen, die sich dem Islam zuschreiben, Überreste geblieben.
Abu Huraira
berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte:
„Es gibt keine Ansteckung, kein böses Omen, keine Haama (Gemeint ist
entweder, dass wenn jemand getötet wird, werden seine Knochen zu einem
Vogel, welcher einer Eule ähnelt, der fliegt und kräht bis er
gerächt wird. Einige glauben, dass es seine Seele ist. Es kann aber auch
bedeuten, dass damit ein Vogel gemeint ist, wenn er auf dem Haus einer Person
landet und kräht, bedeutet es, dass diese Person stirbt oder sein Tod nah
ist.) und kein Safar. Und flieh vor dem Leprakranken, so wie du vor einem
Löwen fliehen würdest.“
Überliefert
von Al-Bukhari (5387) und Muslim (2220).
Schaikh Ibn
‘Uthaimin, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte:
„Für Safar
gibt es mehrere Erklärungen:
Erstens: Es
ist der bekannte Monat Safar und die Araber sehen in ihm ein böses Omen.
Zweitens: Es
ist eine Bauchkrankheit, welche Kamele trifft, welches von einem Kamel zum
anderen übertragen wird. So wird dies mit der Ansteckung verbunden, so wie das
Spezielle mit dem Allgemeinen verbunden wird.
Drittens:
Dass es hier um den Monat Safar geht, jedoch ist damit das Verschieben (eines
Monats) gemeint, damit diejenigen, die ungläubig sind, in die Irre geführt
werden. So verschieben sie die Unantastbarkeit des Monats Al-Muharram auf Safar
und erklären ihn für ein Jahr als nicht-geschützt und im nächsten als
geschützt.
Am
Stärksten ist, dass damit der Monat Safar gemeint ist, in dem sie, zur
vorislamischen Zeit, ein böses Omen sahen.
Doch die
Zeiten haben nichts mit dem Einfluss oder der Bestimmung Allahs, der
Mächtige und Gewaltige, zutun. So ist er (der Monat Safar) wie alle
anderen Zeiten, in denen weder das Gute noch das Böse geschätzt
werden können.
Wenn,
beispielsweise, einige Menschen am 25. Safar mit einer bestimmten Arbeit fertig
sind, datieren sie dies und sagen: „Es ist am 25. des guten Monats Safar fertig
geworden.“ Dies machen sie unter dem Begriff der Bekämpfung einer
Erneuerung (Bid’a) mit einer Neuerung. Aber es ist weder ein Monat des Guten
noch des Bösen. Deshalb missbilligten einige Altvordere denjenigen, der,
wenn er eine Eule hörte, sagt: „Es ist, so Allah will, etwas Gutes.“ So
soll weder Gutes noch Böses gesagt werden, denn sie macht Geräusche
wie alle anderen Vögel.
Diese vier,
die der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, verneinte, beweisen, dass es
obligatorisch ist auf Allah zu vertrauen, standhaft zu bleiben und dass der
Vertrauende vor diesen Dingen nicht schwach wird.
Und wenn man
diese Dinge beachtet, so beinhaltet dies zwei Fälle:
1.
Entweder
man erwidert diesem Aberglauben, indem man weitergeht oder sich enthält
(entsprechend dem Aberglauben). So hängt man seine Taten an etwas, was
keine Realität hat.
2.
Man
erwidert diesem Aberglauben nicht, indem man weitergeht und sich nicht (darum)
kümmert, jedoch bleibt in der Seele eine Art Kummer oder Sorge. Auch wenn dies
unbedeutender als das Erste ist, darf man überhaupt nichts, was zu diesen
Dingen ruft, Folge leisten und man muss auf Allah, der Mächtige und Gewaltige,
vertrauen.
Diese vier
Dinge zu verneinen bedeutet nicht, dass man ihre Existenz verneint, denn es
gibt sie. Jedoch verneint man den Einfluss, denn nur Allah ist Der, Der
Einfluss (auf alles) hat! Was auch immer eine bekannte Ursache ist, so ist es eine
richtige Ursache, und was auch immer eine imaginäre Ursache ist, so ist es
eine falsche Ursache. Was verneint wird, ist der Einfluss auf sich selbst und
der Ursächlichkeit.
Aus „Majmu‘
Fatawa Asch-Schaikh ibn ‘Uthaimin“ (2/113,115).
II.
Was in der islamischen Gesetzgebung überliefert
wurde, und den Leuten der vorislamischen Zeit widerspricht.
Der Hadith von Abu Huraira
aus den zwei Sahih-Werken wurde bereits erwähnt. Daraus entnehmen wir,
dass der Glaube der Leute der vorislamischen Zeit über Safar tadelnswert ist.
Denn es ist einer von Allahs Monate und hat keinen Willen. Vielmehr
verläuft er so, wie Allah ihn dienstbar machte.
III.
Was es in diesem Monat an
Erneuerungen und üblen/schlechten Überzeugungen von denjenigen, die sich
dem Islam zuschreiben, gibt.
1.
Das
ständige Komitee wurde gefragt:
„Es gibt in unseren Ländern einige Gelehrte, die behaupten, dass es
in der islamischen Religion ein freiwilliges Gebet gibt, das man am letzten
Mittwoch des Monats Safar, zur Zeit des Dhuha-Gebets, mit vier Gebetseinheiten
und einem Taslim betet. Man soll in jeder Gebetseinheit Sure Al-Fatiha (1),
Sure Al-Kauthar (108) 17 Mal, Sure Al-Ikhlaas (112) 50 Mal und die zwei
Schutzsuren (Al-Falaq/113 und An-Nas/114) jeweils ein Mal rezitieren. Dies soll
man in jeder Gebetseinheit machen. Und wenn man den Taslim spricht, soll man
beginnen „Allah ist in Seiner Angelegenheit überlegen. Aber die meisten
Menschen wissen nicht“, [Yusuf:21] 360 Mal und Jauhar Al-Kamaal drei Mal zu
lesen. Abschließend soll man dies mit „Preis sei deinem Herrn, dem Herrn
der Macht! (Erhaben ist Er) über das, was sie (Ihm zuschreiben). * Und Friede
sei auf den Gesandten! * Und (alles) Lob gebührt Allah, dem Herrn der
Weltenbewohner!“, [As-Saaffaat:180-182].
Man soll noch etwas Brot an die Armen verteilen. Dieser Vers soll dafür
besonders sein ein Unglück abzuwehren, welches im letzten Mittwoch des Monats
Safar hinabsteigt.
Sie sagen, dass jedes Jahr 320.000 Unglücke hinabsteigen, und all dies am
letzten Mittwoch des Monats Safar. So ist dieser Tag der schwerste Tag im
gesamten Jahr. Wer also dieses Gebet nach der erwähnten Beschreibung
betet, den wird Allah, durch Seine Großzügigkeit, von allen Katastrophen,
welche an diesem Tag hinabsteigen, schützen und jene, die um ihn sind werden
davon nicht abgetrennt, damit von dieser Tilgung jene profitieren, die nicht
dazu in der Lage sind, dies zu verrichten, wie Kinder. Ist das die
Lösung?“
Die Gelehrten des Komitees antworteten:
„Alles Lob gebührt Allah und der Segen und Friede seien auf Seinem
Gesandten, seiner Familie und seinen Gefährten. Um fortzufahren:
Über dieses freiwillige Gebet, welches in der Frage erwähnt
wurde, kennen wir keine Grundlage aus dem Koran oder der Sunnah. Und bei uns
hat sich nichts bestätigt, dass einer der Altvorderen dieser Nation und
ihrer rechtschaffenen Nachfahren dieses freiwillige Gebet praktizierten.
Vielmehr ist es eine verwerfliche Erneuerung.
Es wurde vom Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm,
bestätigt, dass er sagte: „Wer etwas tut, was nicht auf unsere
Angelegenheit basiert, so ist dies abzuweisen.“
Er sagte auch: „Wer in dieser unserer Angelegenheit etwas erfindet, was
nicht dazu gehört, so ist es abzuweisen.“
Und wer dieses Gebet und das, was damit erwähnt wurde, dem
Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, oder einem der
Prophetengefährten, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, zuschreibt,
der hat eine gewaltige Lüge ersonnen und er wird von Allah das bekommen, was er,
an Strafe derjenigen, die viel lügen, verdient.“
Aus „Fatawa Al-Lajna Ad-Daa`ima“ (2/354).
2.
Schaikh
Muhammad ‘Abdussalam Asch-Schuqairi sagte:
„Die Unwissenden haben sich daran gewöhnt die Verse des
Friedensgrußes (Salam), wie „Friede sei auf Nuh unter den Weltenbewohnern“,
usw., am letzten Mittwoch des Monats Safar zu schreiben. Dann legen sie es in
Gefäßen, trinken daraus, suchen darin Segen und beschenken sich
gegenseitig damit, da sie glauben, dass dies böse Dinge abwendet. Dies ist
ein falscher Glaube, ein tadelnswerter Pessimismus und eine schändliche
Erneuerung, welche jeder, der es sieht, vom Täter verwerfen muss.“
Aus „As-Sunan wal Mubtadi’aat“ (S. 111, 112).
IV.
Was in diesem Monat an Schlachten und
wichtigen Geschehnissen im Leben des Propheten, Allahs Segen und Frieden auf
ihm, geschehen ist.
Und davon gab es viele, von
denen wir einige aussuchten:
1.
Ibn
Al-Qayyim sagte:
„Dann kämpfte er selbst in der Schlacht von Al-Abwaa`, die auch
Waddaan genannt wurde, welche die erste Schlacht war, in der er selber
kämpfte. Diese fand im Safar, zwölf Monate nach seiner Auswanderung,
statt. Die Fahne (das Banner) trug Hamza ibn ‘Abdil-Muttalib, welche weiß
war. Er bestimmte Sa’d ibn ‘Ubaada als seinen Stellvertreter über Medina und
zog nur mit den Auswanderern (Muhajirin) aus, um eine Karawane der Quraisch
abzufangen. Und er geriet nicht in einen Kampf.
In dieser Schlacht schloss er mit Makhschi ibn ‘Amr Ad-Damri, der zu
seiner Zeit das Oberhaupt von Banu Damra war, einen Friedensvertrag, dass er
Banu Damra nicht überfällt und sie nicht ihn überfallen, dass sie nicht
andere gegen ihn versammeln oder einem Feind gegen ihm helfen. Zwischen ihm und
ihnen wurde ein Schreiben verfasst. Und er (der Prophet) war 15 Nächte
lang abwesend.“
Aus „Zad Al-Ma’ad“ (3/164,165).
2.
Er sagte
auch:
„Als Safar (im Jahre 3 n.H.) eintraf, kamen zu ihm Leute von (den
Stämmen) ‘Adal und Al-Qaara. Sie erwähnten, dass es unter ihnen
welche gab, die den Islam annahmen. Sie baten ihn darum, dass er mit ihnen
jemanden entsenden soll, der ihnen die Religion lehrt und vom Koran vorliest.
So sandte er mit ihnen sechs Personen (gemäß der Aussage von Ibn
Ishaq, Al-Bukhary aber sagte, dass es zehn waren) und setzte Marthad ibn Abi
Marthad Al-Ghinawi als ihren Führer. Unter ihnen war auch Khubaib ibn ‘Adiy. So
gingen sie mit ihnen, dann, als sie in Ar-Raji‘ waren, was eine Wasserstelle
von Hudhail in der Region des Hijaz war, haben sie sie getäuscht und
suchten bei Hudhail Hilfe gegen sie. Daraufhin kamen sie, so dass sie sie
umschlossen, die meisten von ihnen töteten und Khubaib ibn ‘Adiy und Zaid
ibn Ad-Dathina gefangen nahmen. Danach brachten sie die beiden nach Mekka und
verkauften sie dort. Die beiden haben, am Tag von Badr, einige Führer (Mekkas)
getötet.“
Aus „Zad Al-Ma’ad“ (3/244).
3.
Er
sagte:
„Genau in diesem Monat, welcher Safar war, im Jahre 4 n.H. geschah der Vorfall
von „Bi`r Ma’uuna“. Zusammengefasst (geschah folgendes):
Abu Baraa` ‘Aamir ibn Maalik, der bekannt war als „den, der mit den
Speeren spielt“, kam zum Gesandten Allahs nach Medina. Er lud ihn zum Islam
ein, jedoch nahm er weder den Islam an noch blieb er fern. Er sagte: „O
Gesandter Allahs, wenn du deine Gefährten zu den Bewohnern des Najd
entsendest, damit sie sie zu deiner Religion einladen, würde ich hoffen, dass
sie ihnen Folge leisten.“ Er antwortete: „Ich befürchte, dass die Bewohner des
Najd sie töten würden.“ Daraufhin sagte Abu Baraa`: „Ich werde ihr
Beschützer sein.“ So sandte er mit ihm 40 Männer (entsprechend der Aussage
Ibn Ishaqs, doch im „Sahih-Werk“ steht, dass es 70 waren. Und das, was im
„Sahih-Werk“ steht, ist das Authentische) und setzte Al-Mundhir ibn ‘Amr, einer
von Banu Saa’ida, bekannt als „den, der den Tod sucht“, als ihren Führer. Diese
gehörten zu den besten Muslimen, ihren Tugendhaften, ihren Führern und
ihren Koranrezitatoren. Sie gingen, bis sie „Bi`r Ma’uuna“ erreichten, was
zwischen dem Land von Banu ‘Aamir und dem steinigen (vulkanischen) Gebiet von
Banu Sulaim lag, und sich dort
niederließen. Dann sandten sie Haraam ibn Milhaan, ein Bruder von Umm
Sulaim, mit dem Schreiben des Gesandten Allahs, zum Feind Allahs ‘Aamir ibn
At-Tufail, der es sich nicht anschaute. Daraufhin befehligte er einen Mann, der
ihm dann mit dem Speer in den Rücken stach. Nachdem er niedergestochen wurde
und er das Blut sah, sagte er: „Ich habe gewonnen, beim Herrn der Kaaba!“ Dann
mobilisierte der Feind Allahs sofort Banu ‘Aamir zu den übrigen Kämpfern,
die ihm aber, aufgrund des Schutzes von Abu Baraa`, nicht gehorchten. Dann mobilisierte
er Banu Sulaim, wonach ihm dann ‘Usaiya, Ri’l und Dhakwaan Folge leisteten. Sie
kamen, bis sie die Gefährten des Gesandten Allahs umschlossen und sie
bekämpften, bis sie jeden einzelnen töteten, außer auf Ka’b ibn
Zaid ibn An-Najjar, der zwischen den Getöteten verletzt aufgelesen wurde.
Daraufhin lebte er weiter, bis er am Tag von Khandaq (Grabenschlacht, 5 n.H.)
getötet wurde. ‘Amr ibn Umayya Ad-Damri und Al-Mundhir ibn ‘Uqba ibn
‘Aamir waren mit den Kamelen der Muslime, daraufhin sahen sie, wie Vögel
über den Ort des Geschehens kreisten. Dann kam Al-Mundhir ibn ‘Uqba und
kämpfte gegen die Götzendiener, bis er mit seinen Gefährten
getötet wurde. ‘Amr ibn Umayya Ad-Damri wurde gefangengenommen. Als er
erzählte, dass er von Mudar sei, schnitt ‘Aamir sein Stirnhaar/seine
Stirnlocke ab und ließ ihn zugunsten seiner Mutter frei. ‘Amr ibn Umayya
kehrte zurück und als er in Al-Qarqara, am Anfang von Qanaah (Name einer
Stelle), war, ließ er sich unter dem Schatten eines Baumes nieder. Dann
kamen zwei Männer von Banu Kilaab und ließen sich mit ihm dort
nieder. Als sie einschliefen, tötete ‘Amr sie und dachte dabei, dass er
seine Gefährten gerächt hätte, jedoch hatten sie mit dem
Gesandten Allahs ein Abkommen, wovon er nichts wusste. Als er kam, berichtete
er dem Gesandten Allahs von dem, was er tat. Daraufhin sagte er: „Du hast zwei
Männer getötet, deren Blutgeld ich zahlen muss.“
Aus „Zad Al-Ma’ad“ (3/246-248).
4.
Ibn
Al-Qayyim sagte auch:
„Sein Auszug nach Khaibar fand am Ende von Muharram statt und nicht am
Anfang. Und die Eroberung fand in Safar statt.“
Aus „Zad Al-Ma’ad“ (3/339-340).
5.
Er sagte
auch:
„Kapitel über den Expeditionstrupp von „Qutba ibn ‘Aamir ibn Hadida“ nach
Khath’am.
Dies fand in Safar, im Jahre 9, statt. Ibn Sa’d sagte: „Der Gesandte
Allahs, entsandte Qutba ibn ‘Aamir, mit zwanzig Mann, zu einem Stamm von
Khath’am, in der Region von Tabaala, und befahl ihm einen Angriff zu starten.
Sie zogen auf zehn Kamelen aus, auf denen sie abwechselnd ritten. Sie ergriffen
einen Mann und befragten ihn jedoch weigerte er sich zu antworten. Dann begann
er zum Stamm zu schreien und sie zu warnen, wonach sie ihm dann auf den Nacken
schlugen. Sie warteten nun bis die Stammesbewohner schliefen und starteten dann
mit dem Angriff. Sie bekämpften sich gegenseitig sehr hart, so dass es auf
allen beiden Seiten viele Verletzte gab. Qutba ibn ‘Aamir tötete wen auch
immer er tötete und sie brachten die Kamele, Frauen und Schafe nach
Medina. In der Geschichte versammelten sich die Stammesmitglieder und
verfolgten sie. Daraufhin sandte Allah, gepriesen sei Er, auf sie eine
gewaltige Flut, die zwischen ihnen und den Muslimen kam. Dann brachten sie die
Kamele, Schafe und Gefangenen, während die anderen zuschauten und nicht in
der Lage waren zu ihnen hindurch zu dringen, bis sie sich von ihnen
entfernten.““
Aus „Zad Al-Ma’ad“ (3/514).
6.
Er sagte
auch:
„Die Delegation von ‘Udhra kam, im Safar, im Jahre 9, mit zwölf
Männern zum Gesandten Allahs. Unter ihnen war Jamra ibn An-Nu’maan. Der
Gesandte Allahs sagte daraufhin: „Wer sind die Leute?“ Ihr Sprecher sagte: „Für
dich keine Fremden. Wir sind Banu ‘Udhra, Brüder mütterlicherseits von Qusayy.
Wir sind diejenigen die Qusayy unterstützten und Khuzaa’a und Banu Bakr aus dem
Tal von Mekka vertrieben. Wir haben Verwandtschaften.“ Der Gesandte Allahs
sagte: „Herzlich Willkommen! Es gibt niemanden, der euch besser kennt als ich.“
Sie nahmen daraufhin den Islam an und der Gesandte Allahs gab ihnen die frohe
Botschaft von der Eroberung der Levante (arab.: Scham) und der Flucht von
Heraklios zu einem geschützten Ort in seinen Ländern. Der Gesandte Allahs,
verbot ihnen Wahrsagern Fragen zu stellen und Schlachtopfer (die sie in ihrer
vorislamislamischen Zeit zu opfern pflegten) zu schlachten. Er berichtete
ihnen, dass auf ihnen nur die Udhiya lastet. Sie blieben einige Tage im Haus
von Ramla und gingen dann.“
Aus „Zad Al-Ma’ad“ (3/657).
V.
Was bzgl. der erlogenen Ahadith über
Safar überliefert wurde.
Ibn Al-Qayyim sagte:
„Kapitel über die Ahadith der
zukünftigen Kalendertage (Daten):
Dazu gehört, dass im
Hadith das Datum Soundso steht, wie: „Wenn das Jahr Soundso eintrifft,
geschieht dieses und jenes, und wenn der Monat Soundso eintrifft, geschieht
dieses und jenes.“
Oder wie die Aussage des
selbstgefälligen Lügners: „Wenn sich der Mond in Muharram verfinstert,
werden die Preise steigen, wird es Kämpfe geben und der Herrscher wird
abgelenkt sein. Und wenn er sich in Safar verfinstert, wird Soundso geschehen.“
Und der Lügner hat mit allen
Monaten weitergemacht.
Und alle Ahadith in diesem
Kapitel sind ersonnene Lügen.“
Aus „Al-Manaar Al-Muniif“ (S.
64).
Und Allah weiß es am
besten.
