Was ist der Qasa‘? Und was ist das Urteil darüber, was manche Jugendlichen machen, indem sie die Seitenhaare rasieren und die Haare in der Mitte lassen?

Was ist der Qasa‘? Und was ist das Urteil darüber, was
manche Jugendlichen machen, indem sie die Seitenhaare rasieren und die Haare in
der Mitte lassen?

Die Antwort:

Schaikh Muhammad Ibn Ibrahim (der frühere Mufti Saudi-Arabiens) wurde
darüber befragt und antwortete wie folgt:

Was das Kopfhaar angeht, so gehörte es zu der Leitung des Propheten
-Allahs Segen und Frieden auf ihm-, dass er seine Kopfhaare entweder komplett
lässt oder alles davon schneidet. Und er pflegte nicht, einen Teil zu
schneiden und einen anderen Teil zu lassen.

Was aber manche Muslime machen, indem sie einen Teil rasieren und einen
anderen Teil lassen, so ist dies der Qasa‘, den der Prophet -Allahs Segen und
Frieden auf ihm- verboten hat. Und er (der Qasa‘) teilt sich in Formen auf:

1. Man rasiert einige Haarstellen und lässt andere wiederum.

2. Man rasiert die Seiten und lässt die Mitte.

3. Man rasiert die Mitte und lässt die Seiten.

4. Man rasiert die Hinterseite und lässt die Vorderseite.

5. Man rasiert die Vorderseite und lässt die Hinterseite.

6. Man rasiert einen Teil der Seiten und lässt den retlichen Teil der
Seiten.

Diese Formen sind verboten und was darauf hinweist, ist der Hadith, der in
den zwei Sahih-Werken überliefert wurde, dass Ibn ‚Umar -möge Allah mit
ihm zufrieden sein- berichtete: „Der Gesandte Allahs -Allahs Segen und Frieden
auf ihm- verbot den Qasa‘ und damit ist gemeint, dass (zum Beispiel) der Kopf
des Säuglings teils rasiert und ein Teil 
der Haare gelassen wird.“

Und er (Ibn ‚Umar) -möge Allah mit ihm zufrieden sein- berichtete,
dass der Prophet -Allahs Segen und Frieden auf ihm- ein Säugling sah, bei
dem ein Teil seines Kopfhaars rasiert und ein Teil gelassen wurde und er verbot
ihnen dies daraufhin und sagte: „Rasiert entweder alles oder lasst alles.“

Und Ibn ‚Umar -möge Allah mit ihm zufrieden sein- berichtete in einer
Überlieferung, die auf den Propheten -Allahs Segen und Frieden auf ihm-
zurückzuführen ist:

„Das Rasieren des Nackens, mit Ausnahme bei der Hijama, gehört zu (den
Handlungen) der Majusiyya (Al-Majus: So wurden u.a. die persischen
Götzenanbeter genannt).“

Und in Sunan Abi Dawud wird über Anas Ibn Malik -möge Allah mit ihm
zufrieden sein- überliefert, dass er einen Jungen sah, der zwei Hörner
(Zöpfe) oder zwei Haarschnitte hatte und daraufhin sagte er: „Rasiert
diese beiden oder schneidet/kürzt sie, denn dies ist die Tracht/Mode der Juden.

Und Al-Marrudhi sagte: Ich fragte Abu ‚Abdillah (Ahmad Ibn Hanbal) über das
Rasieren des Nackens und er sagte: „Dies gehört zu den Handlungen der
Majus (u.a. persiche Götzenanbeter) und wer einem Volk nachahmt, so
gehört er zu ihnen.“