Ich habe kürzlich den Islam angenommen, wobei meine Eltern dem Christentum angehören. Sie sind mit einer islamischen Hochzeit einverstanden, doch was sind die erforderlichen Schritte, um so etwas zu bewerkstelligen? Die Feier wird in unserem Haus stattfinden, und wir sind uns über das erforderliche Essen und Trinken während der Feier einig, welche dann nach der Eheschließung erfolgt. Wir wollen die Feier in einer Art und Weise stattfinden lassen, durch welche sich niemand eingeengt fühlt. Ich habe jedoch kein Wissen darüber, was vor, während und nach der Feier gemacht werden muss, und möchte daher sicher gehen, dass jede Sache richtig gemacht wird, damit ich dann in Zukunft nicht erfahren muss, dass meine Ehe nichtig ist, weil wir einen der (erforderlichen) Schritte nicht unternommen haben. Ich hatte angenommen, dass wir bereits verheiratet sind, jedoch fand ich heraus, dass es nicht so ist, da wir nicht entsprechend der richtigen Art und Weise verfahren sind. Ich muss es dringend wissen.

Alles Lob gebührt Allah.

Zur Information über die richtige Vorgehensweise
bei der Eheschließung siehe die Frage mit der Nr. (2172).

Was das Veranstalten einer Hochzeitsfeier nach
einer islamischen Art und Weise anbelangt, so muss man sich dabei von den
islamrechtlich verbotenen Dingen fernhalten, welche viele Leute beim Feiern auf
die leichte Schulter nehmen. Zu den verbotenen Dingen gehören:
Verbote, welche die Frau betreffen:
– Das Besuchen eines fremden männlichen Friseurs, um sich dort die Haare
machen zu lassen.
– Oder, dass sie zu einer Frau geht, welche sie auf verbotene Art und Weise
verschönert, wie durch das Verdünnen der Augenbrauen durch Zupfen, oder
(diese) zu tätowieren.

– Oder, dass sie sich das Haar verlängern
lässt, oder sonstige verbotene Dinge macht.
Dieses, da der Prophet -Allahs Segen und Frieden auf ihm- diejenige verflucht
hat, welche (anderen) die Augenbrauen zupft, sowie diejenige, die sich die
Augenbrauen zupfen lässt; und diejenige, welche (andere) tätowiert, und
jene, welche sich tätowieren lässt.

– Dass man die Nichtmuslime bei der Kleidungswahl
nachahmt. Und meistens sehen die Hochzeitskleider so aus, dass sie vieles von
den Reizen der Frau enthüllen und ihren Körper zeigen, so dass das
Hochzeitskleid (eher) der Nacktheit gleichkommt.
Und -Allah bewahre- was es sonst noch an Geldverschwendung dabei gibt.
Verbotene Dinge, welche den Mann betreffen:
– Das Abrasieren des Bartes am Abend vor der Hochzeit und zwar unter dem
Vorwand, dass dieses zur Verschönerung gehört, wobei es eine
islamrechtlich verbotene (Haram) Handlung ist. 

– Al-Isbal, das Hängenlassen der Kleidung
unterhalb der Knöchel.
Und hier ist eine Übersicht bezüglich einiger verbotener Dinge, von denen
sich Männer und Frauen fernhalten müssen, wenn es um die Hochzeitsfeier
geht.
1. Das Vermischen von Männern und Frauen (Al-Ikhtilat), und was darin an
Begrüßungen, Händeschütteln und Tanzen zwischen Männer und
Frauen stattfindet, da all dieses verboten 
und seine Gefahr gewaltig ist.

2. Das Unterlassen des Fotografierens, sei es in
Bezug auf die Männer untereinander oder der Frauen unter sich.

3. Alkoholverzehr und der Verzehr von
Schweinefleisch.

4. Dass der Bräutigam zu den Frauen geht, um
seine Braut zu holen.

5. Dass die Frauen untereinander freizügige, enge
und kurze Kleidung tragen, da dieses verboten ist. Wie ist es dann erst mit dem
Tragen dieser Kleidung, wenn sie sich unter den Männern befinden?

6. Dass man sich während der Hochzeitsfeier
vor Übertreibung, Verschwendung, Prahlerei mit Luxus, sowie Frevel
fernhält, da dieses der Feier den Segen entzieht.

7. Das Tragen (Austauschen) von Eheringen,
seitens des Ehemanns und der Ehefrau, die Nichtmuslime damit nachahmend, im
Glauben, dass dadurch die Liebe zwischen den Ehepartnern verstärkt wird.
Und Letztens:
Das Ehepaar sollte wissen, dass je mehr bei der Hochzeitsfeier die islamischen
Lehre befolgt wird, desto gesegneter die Ehe sein wird, harmonischer und es wird
weniger Probleme im Eheleben geben. Wenn nun das Eheleben mit verbotenen
Dingen, Allahs Anordnungen widersprechend, begonnen hat, so soll man danach
keinen Erfolg erwarten. Es gibt einfach sehr viele Heiratsfälle,
während derer Dinge geschehen sind, welche im Widerspruch zu der Anordnung
Allahs stehen, woraufhin die Ehe nicht lange gehalten hat.
Daher sollt ihr bezüglich dieser Feier Allah fürchten, und sie von den
islamrechtlich verbotenen Angelegenheiten fernhalten, auf dass Allah euch darin
segnet.
Wir ersuchen Allah um Erfolg für dich und deinen Ehemann.
Allahs Segen und Frieden seien auf unserem Propheten Muhammad.
Und Allah weiß es am besten.