Bezüglich des uneingeschränkten Takbirs während des Opferfestes (ˈId Al-Adha) – Gehört der Takbir im Anschluss an ein jedes Gebet zum uneingeschränkten Takbir oder nicht? Und ist dieser Takbir eine Sunnah, eine beliebte Handlung (Mustahab) oder eine Neuerung (Bidˈa)?
Alles Lob
gebührt Allah
Was den Takbir
vom Opferfest anbelangt, so ist er vom Monatsbeginn bis zum dreizehnten Tag
des Monats Dhul-Hijja vorgeschrieben, aufgrund der Aussage Allahs -gepriesen
ist Er-: „damit sie (allerlei) Nutzen für sich erfahren und den Namen Allahs
an wohlbekannten Tagen über den aussprechen…“ [Al-Hajj 22:28] Es sind die
zehn Tage.
Und Seine
Aussage -erhaben ist Er-: „Und gedenkt Allahs während einer bestimmten
Anzahl von Tagen.“ [Al-Baqara 2:203] Und das sind die Taschriq-Tage.
Und aufgrund der
Aussage des Propheten -Allahs Segen und Frieden auf ihm-: „Die Taschriq-Tage
sind Tage des Essens, Trinkens und Gedenken Allahs (Dhikr) – des Gewaltigen
und Mächtigen-. Überliefert von Muslim in seinem „Sahih.“
Al-Bukhary
erwähnt in seinem „Sahih“ als Anmerkung, dass Ibn ‚Umar -möge Allah mit ihm
und seinem Vater zufrieden sein- und sein Vater es pflegten an den zehn
Tagen zum Markt zu gehen und den Takbir zu auszurufen, wobei die Menschen
mit ihnen zusammen dann den Takbir sprachen.“
‚Umar Ibn
Al-Khattab und sein Sohn -möge Allah mit ihnen beiden zufrieden sein-
pflegten es während der Tage von Mina den Takbir zu sprechen, sei es in der
Moschee oder im Zelt. Dabei erhoben sie ihre Stimmen, bis Mina durch den
Takbir erbebte.
Eine Gruppe von Prophetengefährten -möge Allah mit ihnen zufrieden sein-
überliefert vom Propheten -Allahs Segen und Frieden auf ihm- dass er den
Takbir im Anschluss an die fünf Pflichtgebete sprach, und das vom
Morgengebet (Fajr) am Tag von ‚Arafa bis zum Nachmittagsgebet (‚Asr) des
dreizehnten Tags von Dhul-Hijja. Dieses gilt für außerhalb der Verrichtung
der Hajj. Was den Pilger anbelangt, so ist er während des Weihezustands
(Ihram) mit der Talbiyya (dem Sprechen von „Labbaykallahumma Labbayk…“)
vereinnahmt, bis er schließlich die Jamra Al-‚Aqaba am Tag des Schachtens
des Opfertiers (Yaum An-Nahr) beworfen hat. Danach beschäftigt er sich mit
dem Aussprechen des Takbir. Dabei beginnt er damit mit dem ersten Stein, den
er auf die erwähnte Jamra (Säule) wirft. Und falls er neben dem Sprechen der
Talbiya auch noch den Takbir spricht, so ist das unproblematisch. Dies
aufgrund der Aussage von Anas –möge Allah mit ihm zufrieden sein-: „Er
(Anas) pflegte am Tag von ‚Arafa die Talbiya zu sprechen, was ihm niemand
missbilligt hat. Und er pflegte es (ebenso) währenddessen den Takbir zu
sprechen, was ihm (auch) keiner missbilligt hat.“ Überliefert von
Al-Bukhary. Für den Pilger (während seines Weihezustandes) ist es besser die
Talbiyya zu sprechen, und nach der Ablegung des Weihezustands ist es besser
den Takbir während der erwähnten Tage zu sprechen.
Damit weiß man, dass nach der richtigeren Ansicht der Gelehrten, der
uneingeschränkte und eingeschränkte Takbir während der fünf Tage zusammen
erfolgen. Diese fünf Tage sind der Tag von ‚Arafa, der Tag des Opferns (Yaum
An-Nahr) und die drei Taschriq-Tage. Was den achten Tag, sowie die Tage
davor bis zum Monatsbeginn anbelangt, so ist der Takbir darin
uneingeschränkt, aufgrund dessen was an Versen und Überlieferungen erwähnt
wurde. Im „Musnad“ wird von Ibn ‚Umar -möge Allah mit ihm und seinem Vater
zufrieden sein- überliefert, dass der Prophet –Allahs Segen und Frieden auf
ihm- sagte: „Während keiner Tage ist das Tun bei Allah gewaltiger und Ihm
lieber, als während dieser zehn Tage, daher sollt ihr darin vermehrt den
Tahlil, Takbir und Tahmid sprechen.“ Oder wie es der Gesandte -Allahs Segen
und Frieden auf ihm- sagte.
Und Allah weiß
es am besten.
Das Buch „Majmu‘
Al-Fatawa wa Maqalat“ vom geehrten Schaikh ‚Abdul ‚Aziz Ibn Baz -möge Allah
ihm barmherzig sein-. [13/17].
