Einer derjenigen unter uns, der sich in Libyen als wissend darstellt, wagt sich an das Geschehnis der Nacht- und Himmelsreise (unseres Propheten von Mekka nach Jerusalem und von da in den Himmel). Er sagt in einem Artikel, den eine Zeitung veröffentlichte: „Das Geschehnis der Himmelsreise ist eine reine Phantasie. Es kann nicht sein, dass so etwas mit einem Menschen geschieht.“ Er argumentiert hier mit dem edlen Vers in Sura Al-Israa, in der Allah, der Mächtige und Gewaltige, sagt:

„… oder in den Himmel aufsteigst. Und wir werden nicht an deinen Aufstieg glauben, bis du auf uns ein Buch herab sendest, das wir (selbst) lesen (können)..“ Sag: Preis sei meinem Herrn! Bin ich etwas anderes als ein menschliches Wesen und ein Gesandter?“

[Al-Israa:93]

 So sagt er, dass der Koran die Möglichkeit vom Aufstieg des Gesandten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, zum Himmel verneint. Er sagt weiter: „Dies widerspricht dem Koran durch diesen Vers!“ Und dass die Himmelsreise nur ein Traum war. Er argumentiert mit dem Vers:

„Und Wir haben das Gesicht, das Wir dich sehen ließen, nur zu einer Versuchung für die Menschen gemacht.“

[Al-Israa 17:60]

Zum Schluss möchte ich Euch sagen: Dieses Thema hat in mir einen Zweifel gebracht, jedoch bin ich davon überzeugt (glaube ich), dass dies ein Wunder war. Ich hoffe, dass Sie mir antworten und (dieses Thema) darlegen, so dass der Widerspruch zwischen dem Vers, der den Aufstieg des Menschen verneint, und dem Wunder des Gesandten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, zunichte geht, mit dem Wissen, dass ich davon überzeugt bin (glaube), dass es keinen Widerspruch im Koran gibt.

Alles
Lob gebührt Allah.

Erstens:

Es
besteht kein Zweifel, dass die Nacht- und Himmelsreise zu den gewaltigen
Zeichen Allahs gehören, welche die Wahrhaftigkeit Seines Gesandten
Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm, und seine gewaltige Stellung bei
Allah, der Mächtige und Gewaltige, beweisen. Genauso gehörte dies zu
den Beweisen über die prächtige Kraft Allahs und Seiner Erhabenheit,
gepriesen und erhaben sei Er, gegenüber Seiner gesamten Schöpfung.

Allah,
gepriesen und erhaben sei Er, sagte:

„Preis
sei Dem, Der Seinen Diener bei Nacht von der geschützten Gebetsstätte zur
fernsten Gebetsstätte, deren Umgebung Wir gesegnet haben, reisen
ließ, damit Wir ihm (etwas) von Unseren Zeichen zeigen. Er ist ja der
Allhörende, der Allsehende.“

[Al-Israa
17:1]

Es
wurde vom Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, Mutawatir (wiederholend)
überliefert, dass er zu den Himmeln emporgehoben und ihm dessen Tore
geöffnet wurden, so dass er den siebten Himmel erreichte. So sprach sein
Herr, gepriesen sei Er, zu ihm, womit Er wollte, und legte ihm die fünf Gebete
auf. Am Anfang hat Allah, gepriesen sei Er, ihm fünfzig Gebete auferlegt,
daraufhin ist unser Prophet Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm, so
lange zu Ihm gegangen und bat Ihn um Erleichterung, dass Er daraus fünf machte.
Somit wurden sie zu fünf, in Bezug auf die Verpflichtung, und fünfzig, in Bezug
auf den Lohn, denn die gute Tat wird verzehnfacht. Und Allah gebührt der Lob
und der Dank für all Seine Gaben.

Die
Menschen waren sich in Bezug auf die Nacht- und Himmelsreise uneinig. Unter
ihnen waren welche, die sagten: „Es war ein Traum.“  Richtig aber ist, dass er (tatsächlich)
die Nacht- und Himmelsreise vollzogen hat und dabei wach war, aufgrund vieler
Beweise, die noch erwähnt werden.

At-Tahaawi,
möge Allah ihm barmherzig sein, sagte in seinem bekannten ´Aqida-Werk:

„Die
Himmelsreise ist eine Wahrheit. Und mit dem Propheten wurde die Nacht- und
Himmelsreise, mit seiner Person, im wachen Zustand durchgeführt. Erst zum
Himmel, dann wohin Allah wollte, zu den erhabenen Orten. Allah ehrte ihn, womit
Er wollte und gab ihm (als Offenbarung) ein, was Er eingab. Nicht hat sein Herz
erlogen, was es sah. Allahs Segen und Frieden auf ihm im Dies- und Jenseits.“

Ibn
Abi al-´Izz al-Hanafi, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte in „Scharh
At-Tahaawiya“: „Die Menschen waren sich bzgl. der Nachtreise uneinig:

Es
wird gesagt, dass die Nachtreise mit seiner Seele stattfand und sein
Körper nicht weg war. Dies überlieferte ibn Ishaaq von ‚Aischa und
Mu´aawiya, möge Allah mit ihnen zufrieden sein. Und von al-Hassan al-Basri
wurde ähnliches überliefert. Aber man sollte den Unterscheid davon
erkennen, dass gesagt wird, dass die Nachtreise ein Traum war, oder mit seiner
Seele, ohne seinem Körper, stattfand. Dazwischen besteht ein gewaltiger
Unterscheid, denn ‚Aischa und Mu´aawiya, möge Allah mit ihnen zufrieden
sein, haben nie gesagt, dass es ein Traum war, vielmehr sagten sie: „Seine
Seele wurde zur Nachtreise getragen und sein Körper war nicht weg.“

Was
für ein Unterschied besteht zwischen diesen zwei Angelegenheiten, dass das, was
der Schlafende sieht, Beispiele für etwas Bekanntes, in der wahrnehmbaren
Gestalt, sein kann? So sieht er, als würde er in den Himmel getragen werden und
man ihn gen Mekka brachte, doch seine Seele ist weder emporgestiegen noch
gegangen. Vielmehr hat ihm der Engel der Träume die Gleichnisse
dargebracht. Sie meinten nicht, dass die Nachtreise ein Traum
wäre. Vielmehr meinten sie, dass die Seele selbst in der Nachtreise
gebracht wurde. So hat sie den Körper verlassen und kehrte zu ihm zurück.
Dies machten sie zu seinen speziellen Eigenschaften, denn andere werden nie
erreichen, dass ihre Seele selbst vollständig gen Himmel steigt,
außer nach dem Tod.

Es wird auch gesagt, dass die Nachtreise zwei Mal stattfand.
Einmal in wachem Zustand und einmal als Traum. Genauso gibt es einige, die
sagen, dass es zwei Mal geschah, jedoch einmal vor der Offenbarung und einmal
danach. Andere sagen, dass es drei Mal geschah; ein Mal vor der Offenbarung und
zwei Mal danach. Und immer wenn ein Ausdruck unklar wird, fügen sie einen für
den Erfolg hinzu. Dies jedoch machen nur die Schwachen der Leute des Hadiths. Und
wenn nicht, so ist das, worauf sich die Imame der Überlieferung stützen,
dass die Nachtreise einmal in Mekka, nach der Offenbarung und vor der
Auswanderung, um ein Jahr, stattfand. Es wird auch ein Jahr und zwei Monate
gesagt. Dies erwähnte Ibn ´Abdil Barr …

Zum Hadith der Nachtreise gehörte, nach der richtigen
Meinung, dass er, im wachen Zustand, mit seinem Körper, von der verbotenen
Moschee (Masjid al-Haram) zur entferntesten Moschee, reitend auf dem Buraaq und
in Begleitung von Jibril, der Friede sei auf ihm, gebracht wurde. Dort (in
Jerusalem) stieg er aus und betete als Imam mit den Propheten und er band den
Buraaq, mit seinem Hals, an der Tür der Moschee fest. Es wurde auch gesagt,
dass er in Bethlehem ausstieg und dort betete, aber dies ist nicht von ihm
authentisch überliefert worden.

Hierauf
wurde er, in jener Nacht, von Jerusalem zum Himmel des Diesseits emporgehoben.
Dann bat Jibrail für ihn um Einlass und es wurde ihm gewährt. Dort sah er
Adam, den Vater der Menschheit. Er begrüßte ihn mit dem
Friedensgruß (Salam) und hieß ihn willkommen, woraufhin er den
Gruß erwiderte und seine Prophetenschaft bestätigte. Hierauf wurde er
zum zweiten Himmel emporgehoben …“

Bis
er, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte: „Und das, was noch beweist,
dass die Nachtreise mit seinem Körper, im wachen Zustand, stattfand, ist
die Aussage Allahs, erhaben sei Er:

„Preis
sei Dem, Der Seinen Diener bei Nacht von der geschützten Gebetstätte zur
fernsten Gebetsstätte reisen ließ.“

[Al-Israa
17:1]

Und
(der Begriff) „Diener“ ist ein Ausdruck, der sowohl Körper und Seele
vereint, genauso wie „Mensch“ ein Name ist, der Körper und Seele vereint.
Das ist, was allgemein bekannt  und
richtig ist. Somit fand die Nachtreise in dieser Summe statt und wird vom
Verstand her nicht behindert. Und wenn es erlaubt wäre den Aufstieg des
Menschen auszuschließen, dann wäre es erlaubt das Hinabsteigen der
Engel auszuschließen. Doch dies führt zur Missbilligung der
Prophetenschaft und das ist eine Tat des Unglaubens (Kufr).“

Aus
„Scharh at-Tahaawiya“ (245/1)

Ibn
Kathir, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte in seinem, Tafsir-Werk
(33/3):

„…
Hierauf waren sich die Menschen uneinig. Fand die Nachtreise mit seinem, der
Friede sei auf ihm, Körper und seiner Seele, oder nur mit seiner Seele
statt? Dies nach zwei Meinungen: Die Meisten der Gelehrten sind der Meinung,
dass man ihn mit seinem Körper und seiner Seele, im wachen Zustand und
nicht im Traum, reisen ließ. Sie verwerfen nicht, dass der Gesandte
Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, davor einen Traum hatte, danach sah
er es (also was im Traum geschah) im wachen Zustand, denn er, der Friede sei
auf ihm, sieht kein Traumgesicht, außer, dass es wie das Frühlicht,
erscheint. Der Beweis dafür ist die Aussage Allahs, erhaben sei Er:

„Preis
sei Dem, Der Seinen Diener bei Nacht von der geschützten Gebetsstätte zur
fernsten Gebetsstätte, deren Umgebung Wir gesegnet haben, reisen
ließ.“

[Al-Israa
17:1]

Das
Sagen von „Subhanallah“, geschieht nur bei gewaltigen Angelegenheiten. Wenn es
nun ein Traum wäre, so würde es darin nichts großes geben und es
wäre nicht von Bedeutung, die Ungläubigen der Quraisch hätten
sich auch nicht beeilt ihn als Lügner darzustellen und eine Gruppe, die zuvor
den Islam annahm, wäre nicht vom Glauben abgewichen. Auch ist das Wort
„Diener“ ein Begriff der die Seele und den Körper umfasst.

Er,
erhaben sei Er, sagt: „Der Seinen Diener […] reisen ließ.“ Er, erhaben
sei Er, sagt auch: „Und Wir haben das Gesicht, das Wir dich sehen ließen,
nur zu einer Versuchung für die Menschen gemacht.“

[Al-Israa
17:60]

Ibn
´Abbas sagte: „Es ist das selbe Traumgesicht, das dem Gesandten Allahs, Allahs
Segen und Frieden auf ihm, in der Nacht, in der er man ihn reisen ließ,
gezeigt wurde. Und der verfluchte Baum ist der Baum des Zaqquum.“

Überliefert
von Al-Bukhari (2888).

Er,
erhaben sei Er, sagte: „Da wich der Blick nicht ab, noch überschritt er das
Maß.“

[An-Najm
53:17]

Und
der Blick (oder das Augenlicht) sind Instrumente des Wesens, nicht der Seele.

Auch
wurde er auf dem Buraaq getragen. Dieses ist ein weißes Reittier, dessen
Schimmer stark glänzt. Dies kann nur mit dem Körper geschehen, nicht
der Seele, da diese, für ihre Bewegungen nichts braucht, worauf sie aufsteigen
kann. Und Allah weiß es besser.“

Asch-Schaikh
Haafidh Hakami sagte in „Ma’aarij Al-Qabuul“ (1067/3):

„Wenn
die Nacht- und Himmelsreise mit seiner Seele, im Traum, stattgefunden
hätten, dann wären sie kein Wunder. Und für die Bezichtigung der Lüge
der Quraisch und ihrer Aussage: „Wir sind nach Jerusalem gereist und brauchten
für die Hinreise einen Monat und für die Rückreise einen Monat, aber Muhammad
behauptet, dass man ihn in einer Nacht reisen ließ und morgens bei uns
war (oder in den Morgen bei uns gekommen ist).“

Sie
hatten noch weitere Bezichtigungen und machten sich über ihn, Allahs Segen und
Frieden auf ihm, lustig. Wenn dies ein Traumgesicht wäre, würden sie es
nicht ausschließen und ihre Antwort darauf hätte keinen Sinn
gemacht, denn es kann sein, dass der Mensch in seinem Traum das sieht, was noch
entfernter als Jerusalem ist und keiner würde ihn als Lügner abstempeln, da sie
seinen Traum für abwegig hielten.

Der
Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, erzählte ihnen von
einer echten Reise, die im wachen Zustand stattfand und nicht im Traum,
daraufhin bezichtigten sie ihn der Lüge und spotteten darüber, da sie es für
abwegig und sich ihm gegenüber auf eine widerspenstige Art hochmütig
verhielten, obwohl sie über die Macht Allahs, der Mächtige und Gewaltige,
wenig wissen und dass Allah macht, was Er will.

Als
sie deshalb As-Siddiq (Abu Bakr) die Nachricht erzählten, sagte er: „Wenn
er dies sagte, dann hat er die Wahrheit gesagt.“ Sie fragten: „Das glaubst du
ihm?“ Er sagte: Ja, ich glaube ihm sogar das, was noch entfernter ist als das
bzgl. der Nachricht des Himmels, welcher morgens und abends zu ihm kommt.““

Al-Haafidh
Abu al-Khattab ‚Umar ibn Dahiya sagte in seinem Buch „At-Tanwir fi Maulid
as-Siraaj al-Munir“:

„Die
Überlieferungen sind, Mutawatir, über den Hadith der Nachtreise von ´Umar
ibn al-Khattab, ´Ali, Ibn Mas’ud, Abu Dharr, Maalik ibn Sa’sa’ah, Abu Huraira,
Abu Sa’id, Ibn ´Abbas, Schaddad ibn Aus, Ubayy ibn Ka’b, ´Abdurrahman ibn
Qurat, Abu Habbah und Abu Laila, die zwei Ansaris, ´Abdullah ibn ´Amr, Jabir,
Hudhaifa, Buraida, Abu Ayyub, Abu Umama, Samura ibn Jundum, Abu Al-Hamraa,
Suhaib Ar-Rumi, Umm Haani und Aischa und Asmaa, die zwei Töchter von Abu
Bakr As-Siddiq, möge Allah mit ihnen allen zufrieden sein, überliefert
worden. Unter ihnen sind welche, die ihn in seiner (vollen) Länge
darbrachten, andere wiederum fassten ihn auf das zusammen, was in Masanid
(Hadithwerke) geschah.
Auch wenn die Überlieferung einiger von ihnen nicht nach den Bedingungen
der Authentizität gehen, so sind sich die Muslime über den Hadith der
Nachtreise einig. Nur die Heuchler und Atheisten wenden sich davon ab, die das
Licht Allahs mit ihren Mündern auslöschen wollen, aber Allah vollendet
Sein Licht, auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist.“ Zitiert aus „Tafsir
ibn Kathir“ (36/3)

Zweitens:

Die
Verwunderung über den Weg, den der erwähnte Schreiber in seiner
Argumentation folgt, erlischt nicht. Er beschränkt sich nur auf eine der
Forderungen der Ungläubigen. So täuschte er vor, dass die koranische
Antwort darauf:

„Sag:
Preis sei meinem Herrn! Bin ich etwas anderes als ein menschliches Wesen und
ein Gesandter“, [Al-Israa 17:90] sich auf diese Forderung bezieht, und diese
ist das Aufsteigen gen Himmel, und dass dies beweist, dass er nicht dazu
imstande wäre. Richtig aber ist, dass diese Antwort zur Summe von all dem,
was die Götzendiener, aus Sturheit und Begabung im Leugnen und Verwerfen,
forderten. Hier die Forderungen, wie sie der Koran darlegt:

„Und
sie sagen: „Wir werden dir nicht glauben, bis du uns aus der Erde eine Quelle
hervor strömen lässt * oder (bis) du einen Garten mit Palmen und
Rebstöcken hast, in dem du dazwischen Flüsse ausgiebig hervor strömen
lässt * oder (bis) du den Himmel, wie du behauptet hast, auf uns in
Stücken herabfallen lässt oder Allah und die Engel vor unsere Augen bringst
* oder (bis) du ein Haus aus Gold hast oder in den Himmel aufsteigst. Und wir
werden nicht an deinen Aufstieg glauben, bis du auf uns ein Buch herab sendest,
das wir (selbst) lesen (können)..“ Sag: Preis sei meinem Herrn! Bin ich
etwas anderes als ein menschliches Wesen und ein Gesandter?“

[Al-Israa
17:90-93]

Betrachte
nun diese Forderungen, für die es keine bessere Antwort als die koranische
Antwort gibt:

„Preis
sei meinem Herrn! Bin ich etwas anderes als ein menschliches Wesen und ein
Gesandter?“

Ist
es also einem Menschen möglich die Erde aufzusprengen und Flüsse hervor
strömen zu lassen, den Himmel herabfallen zu lassen, Allah und Seine Engel
zu bringen und zum Himmel aufzusteigen und von da mit einem Buch  zu kommen, dass an jeden Ungläubigen
gerichtet ist, so wie es im Tafsir von Mujahid und anderen überliefert wurde
und mit Allahs, erhaben sei Er, Aussage übereinstimmt: „Aber nein! Jedermann
von ihnen will, dass ihm aufgeschlagene Blätter zukommen.“

[Al-Muddathir
74:52]

Es
besteht kein Zweifel, dass dies nicht zu den Eigenschaften der Menschheit
gehört und auch nicht in ihrer Macht steht. Dieses Ausschließen
bezieht sich auf die Summe all dieser Forderungen und nicht auf einzelne davon.
Und wenn nicht, dann gibt es darin Forderungen, die gewöhnlich
möglich sind, denn es wurde bestätigt, dass das Wasser aus seinen
zwei edlen Fingern hervor strömte, Allahs Segen und Frieden auf ihm, wie
es im Sahih-Werk von Al-Bukhari (3576) und anderen überliefert wurde.

Wie
ist es dann, wenn eine Quelle aus der Erde hervor strömt? Es ist auch
nicht unmöglich, dass er einen Garten mit Palmen etc., so wie sie es
forderten, hätte, außer, dass es nicht ihr Ziel war diese Dinge in
Wirklichkeit zu erlangen. Vielmehr taten sie dies aus Übertreibung in der
Widerspenstigkeit und Sturheit dem Gesandten gegenüber, damit sie mit ihrer
Tyrannei fortfahren können.

At-Taahir
ibn ´Aaschuur, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte: „Als ihr Vorschlag
ein Vorschlag der Übertreibung in der Feindschaft und Widerspenstigkeit
war, befahl ihn Allah, dass er ihnen so antwortet, dass er sich über ihre Rede
wundert, mit dem Wort „Preis sei meinem Herrn“, welchen man für die
Verwunderung anwendet, hierauf für eine missbilligende Frage. Und die Form der
Beschränkung, welche beinhaltet, dass er sich selbst auf die
Menschlichkeit und Botschaft beschränkt, ist eine zusätzliche
Beschränkung. Gemeint ist: „Ich bin kein lenkender Herr, der erschafft,
was von ihm gefordert wird. Wie soll ich dann Allah und die Engel herbringen?
Und wie soll ich etwas auf der Erde erschaffen, was noch nie auf ihr erschaffen
wurde?““

Aus „At-Tahrir wa At-Tanwir“ (210/15-211)

Drittens:

Achte
auf dein Herz, o Diener Allahs! Und sei in deiner Religion achtsamer als beim
Geld! Und lass den Satanen, unter den Menschen und Jinn, keinen Weg, so dass
sie dir die Gewissheit aus deinem Herzen stehlen, oder den Glauben darin
erschüttern. Solange du nicht das an islamischem Wissen erlangst, was dich
gegen die Scheinargumente der Zweifler schützt, so flüchte vor ihnen, ihren
Sitzungen und ihren Foren und höre nicht auf ihre geschmückten Worte, denn
du weißt nicht, dass wenn das Scheinargument in deinem Herzen fällt,
wann es davon herauskommt und wenn die Versuchung/Verwirrung dargebracht wird,
ob du davon gerettet bist oder zu den Heimgesuchten gehörst.

Wir
bitten Allah, erhaben sei Er, für uns und all seinen monotheistischen Dienern
um Rechtleitung, Erfolg und Standhaftigkeit.

Und
Allah weiß es besser.