Was ist die Definition von Zinsen (Riba)? Wenn wir auch berücksichtigen, dass sich die meisten Staaten auf dem Prinzip des Umlaufs vom Kapital bewegen, wozu auch die Kreditgewährung gehört. Wenn man also akzeptiert in jener Währung, für welche Arbeit auch immer, Geld zu zahlen, zählt diese Arbeit zu einer, die einem System hilft, das auf Zinsen basiert? Und gehört die Anwendung der Staatswährung, welche auf Zinsen basiert, zu einer Beteiligung in dieser Zins-Wirtschaft? Unvermeidlich aber ist, dass der Angestellte in einer Zins-Bank eine Rolle im Zins-Umgang, auf die eine oder andere Weise, spielt, auch wenn er nur die Bank bewacht. Und könnt ihr ihm eine Arbeit anbieten, wenn ihr eine habt?
Alles Lob gebührt Allah.
Zinsen bedeutet ist die
Zunahme in einer bestimmten Sache, welche aus dem Begriff „Ziaada“ (Zunahme,
Hinzufügung, Vermehrung) abgeleitet wird. Dazu gehört die Aussage Allahs,
erhaben sei Er: „Und was ihr an Ausgaben aufwendet, damit sie sich aus dem
Besitz der Menschen vermehren, sie vermehren sich nicht bei Allah.“ [Ar-Rum 30:39]
Das bedeutet, dass sie weder
zunehmen noch bei Allah aufsteigen.
Riba stammt daher, dass, wenn
bei einem der Leute der vorislamischen Zeit die Schulden fällig waren, sie
von ihm verlangten und ihm sagten: „Gib uns 100 oder füge noch 50 hinzu.“ Und
wenn die 150 fällig waren, sagten sie ihm: „Gib uns die 150 oder wir
machen sie zu 200.“ usw.
Die islamische Gesetzgebung
hat auch eine andere Art der Riba verboten, welche „Riba Al-Fadhl“ ist. Es
bedeutet, dass der Preis, wenn eine Sache für eine andere, von der selben
Sorte, verkauft wird, vermehrt wird. So dass wenn Gold für Gold verkauft wird,
es nur erlaubt ist, wenn Gleiches mit Gleichem und von Hand zu Hand verkauft
wird. Somit ist es eine Bedingung, dass beide ihre Waren mit der Hand nehmen
und dass sie vom Betrag her ähnlich/gleich sind. Wer also etwas vom Preis
vermehrt oder um Zunahme verlangt, der begeht Riba. Wenn man also einen Saa‘
(arabische Maßeinheit für das Volumen) Weizen für zwei Saa‘ verkauft,
auch wenn es von Hand zu Hand durchgeführt wird, fällt das unter Riba.
Bezüglich des Prinzips des
Umlaufs des Kapitals, so ist es, sowohl in den islamischen als auch in den
nicht-islamischen Staaten, vorhanden. Gemeint ist, dass das Kapital so lange in
Umlauf gebracht wird, bis es zunimmt und sich vermehrt. Genauso verhält es
sich bei der Aufnahme eines Kredits, denn sie geben das Geld unter der Bedingung,
dass es sich, bei der Rückzahlung vermehrt. Solche Dinge sind zweifelsohne Riba.
Es besteht kein Problem im
Prinzip des Umlaufs vom Kapital, wenn das Kapital im Handel gemacht wird und
der Gewinn zwischen dem Besitzer des Geldes und des Arbeiters stattfindet. Dies
wird Mudhaaraba (Spekulation) genannt und darin besteht kein Problem, solange
das Kapital vom Gewinn getrennt wird.
Und wenn diese Gelder in
Banken hinterlegt werden, die mit Riba arbeiten, dann ist es verboten, wenn man
die Zinsen davon nimmt, und man darf sie nicht konsumieren. Es ist auch nicht
erlaubt mit diesen Banken zu arbeiten. Es nicht erlaubt Kredite aufzunehmen, in
denen sich der Betrag (vom Geldgeber) vermehrt. Es ist auch nicht erlaubt
Bezahlungen mit diesen Währungen, für welche Arbeit auch immer,
anzunehmen, wenn diese Arbeit einem System hilft, das auf Riba aufgebaut ist.
Was die Benutzung dieser Währung (wie der Dollar) betrifft, so gibt es
darin kein Hindernis, wenn man sie benötigt, auch wenn man dadurch die
Wirtschaft dieser Länder etwas wachsen lässt. Denn der Dollar wird
von den meisten islamischen und nicht-islamischen Ländern anerkannt. Somit
ist es erlaubt mit ihm, bei Notwendigkeit, zu arbeiten. Wenn aber die
islamischen Währungen vorhanden sind und mit ihnen gearbeitet wird, dann
soll man darauf verzichten.
Und Allah weiß es am
besten.
