Ich bin ein Anfänger im Studieren des Wissens und lebe im Königreich (Saudi-Arabien). Ich habe einige Verwandte in Syrien, die Fragen stellen und verlangen nach einer Antwort (bezüglich ihrer Fragen) zu suchen, so bemühe ich mich mit der Suche danach, wie beispielsweise nach dem Witr-Gebet und leite eure Rechtsurteile diesbezüglich weiter. Und sie fragen nach dem Urteil des Hijab und dessen Beweise, worauf ich ihnen die Rechtsurteile von Gelehrten, wie Schaikh Ibn Baz und Schaikh Ibn ‚Uthaimin weiterleite. Und sie stellen Fragen über einfache Dinge und ich suche danach und frage die Gelehrten, um ihnen die Antwort zu schicken und berichte ihnen über die Art und Weise des Gebets des Propheten -Allahs Segen und Frieden auf ihm-, um das Wissen zu verbreiten. Und zu ihren meisten Fragen leite ich ihnen Eure Rechtsurteile und die von Islamweb weiter.
Ist diese Art der Antwort auf jede Frage eine gute Sache? Denn manchmal kommen Einflüsterungen, … und von jetzt an leite ich weiter, sage und suche ich, wobei ich schnell sage, wenn ich etwas nicht weiß: „Ich weiß es nicht“, ohne mich dabei zurückzuhalten und sie stellen manchmal viele Fragen. Was ist nun Ihre Meinung? Wobei ich im Internet nur nach sicheren Antworten suche und nur etwas weiterleite, wenn ich mich darüber vergewissert habe.
Alles Lob gebührt Allah
Erstens:
Möge Allah dir dein Interesse dafür deine Religion zu lernen und es den
Menschen zu lehren mit Gutem vergelten. Wir bringen dir die frohe Botschaft,
dass, wenn deine Absicht rein für Allah -erhaben ist Er- ist, dass du dafür
reichlich Lohn erlangen wirst. Denn der Prophet -Allahs Segen und Frieden
auf ihm- sagte: „Gewiss, Allah, Seine Engel und die Bewohner der Himmel und
Erden, selbst die Ameise in ihrer Höhle und der Wal, beten für denjenigen,
der den Menschen Gutes lehrt.“ Überliefert von At-Tirmidhi (2609) und
Al-Albaani stufte dies in „Sahih Al-Jami’“
(1838) als authentisch ein.
Zweitens:
Es besteht für dich
kein Problem darin den Anderen das weiterzuleiten, was du an Wissen erlangt
hast, unter folgenden Voraussetzungen:
– Du musst dich
über die Thematiken vergewissern und sie aus den vertrauenswürdigen Quellen
des Wissens weiterleiten.
– Du musst dich
vergewissern/sicher sein, dass du das, was du weiterleitest, auch richtig
verstanden hast, so dass du beim Weiterleiten keinen Fehler begehst.
Und für denjenigen,
der das Wissen weiterleitet, ist nicht vorausgesetzt, dass er ein
Mujtahid-Gelehrter sein soll, aber, dass er verstehen muss, was er
weiterleitet, so wie ‚Umar Ibn Al-Khattab -möge Allah mit ihm zufrieden
sein- sagte: „O ihr Menschen, ich werde euch etwas sagen. Wer es versteht
und sich dessen bewusst wird, so soll er es dort weitererzählen, wo ihn sein
Reitkamel hinbringt. Und wer befürchtet es nicht zu verstehen, so erlaube
ich keinem über mich zu lügen.“ Überliefert von Al-Bukhary (6830).
Ibn Battaal -möge
Allah ihm barmherzig sein- sagte:
„„Wer es versteht
und sich dessen bewusst wird, so soll er es weitererzählen“, bedeutet
entsprechend dem, was man versteht und wessen man sich bewusst wird.
Daraus entnimmt man
auch, dass diejenigen, die im Wissen genau sind und es verstehen, es
weitervermitteln und verbreiten sollen.
Und seine Aussage:
„Und wer befürchtet es nicht zu verstehen, so erlaube ich keinem über mich
zu lügen“, ist ein Verbot an jene, die wenig bis kein Wissen über den
Hadith, mit dem, was sie weder gelernt noch genau kennen, haben.“ Aus
„Scharh Sahih Al-Bukhary“ (459/8).
Schaikh Ibn
‚Uthaimin -möge Allah ihm barmherzig sein- wurde gefragte:
„Was ist das Urteil
darüber ein Rechtsurteil zu geben, wenn man das Rechtsurteil einer Frage von
einem Schaikh unter den großen Gelehrten kennt?“
Er antwortete:
„Es besteht kein
Problem darin ein Rechtsurteil mit der Aussage einiger Gelehrten zu geben,
denen man vertraut. Jedoch soll die Form des Rechtsurteils sein zu sagen:
„Der Soundso sagte das und jenes“, wenn du von seiner Aussage aber überzeugt
bist und davon, dass diese Art, über die du befragt wurdest, dieselbe ist,
welche der Gelehrte meinte.
Wenn man damit aber
entschieden ein Rechtsurteil gibt, so geziemt sich dies nicht, denn wenn du
es entschieden gibst, so schreibst du das Rechtsurteil dir selbst zu, doch
wenn du es von jemand anderem weiterleitest, so bist du lediglich ein
Überlieferer und von der Verantwortung dieses Rechtsurteils und davor, dass
dir etwas zugeschrieben wird, wofür du nicht geeignet bist, sicher.
Denn der Mensch,
der den Gelehrten folgt, sollte die Aussage dem zuschreiben, dem er folgt
und nicht sich selbst. Im Gegensatz dazu verhält es sich mit demjenigen, der
über das Urteil einer Thematik den Koran und die Sunnah als Beweis anführt
und zu denjenigen gehört, die für die Beweisführung geeignet sind. Demnach
besteht kein Problem darin, dass man ein Rechtsurteil gibt und die Sache
sich selbst zuschreibt.“
[Aus „Majmu‘ Fatawa
wa Rasa’il Al-‚Uthaimin“ (409/26)]
Wenn du in der Lage
bist die Frage, die dir gestellt wurde, und die Antwort, welche du von den
Worten der Gelehrten erlangt hast, einem dir nahen Schaikh oder einem
fortgeschrittenen Studenten des Wissens vorzuzeigen, damit er dich beruhigen
kann, dass dein Verständnis richtig ist und damit die Antwort der Art und
Weise des Befragten übereinstimmt, so ist es besser und sicherer für dich.
Doch wenn dir dies nicht möglich ist, dann lasse einen Nutzen von den Worten
der Gelehrten, von dem du überzeugt bist, nicht verloren gehen, weil du vor
etwas Angst hast.
Siehe die Antwort
auf die Frage Nr. 103895.
Und Allah weiß es
am besten.
