Wie beweisen wir Nichtmuslimen, dass der Islam eine Religion der Toleranz und Leichtigkeit ist?
Alles Lob gebührt Allah.
Der Islam ist die Religion der Barmherzigkeit, der Güte, der
Nachsichtigkeit und der Leichtigkeit. Allah verlangt von dieser Ummah
(Religionsgemeinschaft) nicht mehr, als sie in der Lage ist, zu verrichten. Was
sie an Gutem getan hat, so wird sie dafür belohnt und was sie an Schlechtem
getan hat, so trägt sie dafür die Sünde, so wie es Allah, gepriesen sei Er,
sagte:
„Allah erlegt keiner Seele mehr auf, als sie zu leisten vermag. Ihr
kommt (nur) zu, was sie verdient hat, und angelastet wird ihr (nur), was sie
verdient hat.“
[Al-Baqara 2:286]
Allah hat die Beschwerlichkeit und Schwierigkeit in allen Verpflichtungen
von den Muslimen aufgehoben. Er, erhaben sei Er, sagte: „Er hat euch
erwählt und euch in der Religion keine Bedrängnis auferlegt.“
[Al-Hajj 23:78]
Und jede Sünde, die der Muslim aus Versehen gemacht hat oder aus
Vergesslichkeit, oder er wurde dazu gezwungen, so ist das von Seiten Allahs
verziehen. Allah, gepriesen sei Er, sagte: „Unser Herr, belange uns nicht,
wenn wir (etwas) vergessen oder einen Fehler begehen.“
[Al-Baqara 2:286]
So sagte Allah: „Ich habe es getan (euch vergeben).“
Der Muslim wird nur dann zur Verantwortung gezogen, wenn er mit Absicht
handelt und nicht aus Versehen, so wie es Allah, gepriesen sei Er, sagte:
„Es ist für euch keine Sünde in dem, was ihr an Fehlern begeht, sondern
was eure Herzen vorsätzlich anstreben.“
[Al-Ahzab 33:5]
Allah ist mitleidig und barmherzig, Er entsandte Muhammad, Allahs Segen und
Frieden auf ihm, mit der Leichtigkeit und der Hanifiya (rechtgläubigen
Nachsichtigkeit): „Allah will für euch Erleichterung; Er will für euch
nicht Erschwernis.“
[Al-Baqara 2:185]
Er, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte: „Wahrlich die Religion ist
leicht; und niemand wird die Religion schwerer machen, ohne dass sie ihn
überwältigt. So leitet daher zum Rechten und seid maßvoll und freut
euch.“ Überliefert von al-Bukhari
Der Schaitan (Satan) ist der größte Feind des Menschen und er
lässt ihn vergessen, seinem Herrn zu gedenken und verschönert ihm die
Sünden, so wie es Allah, gepriesen sei Er, sagte: „Der Satan hat sie in
seine Gewalt gebracht und sie dann Allahs Ermahnung vergessen lassen. Jene sind
die Gruppierung des Satans. Aber sicherlich, die Gruppierung des Satans, das
sind ja die Verlierer.“
[Al-Mujadila 58:19]
Und die eigenen Einflüsterungen hat Allah verziehen, so wie es der Prophet
(Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: „Wahrlich, Allah hat meiner
Ummah jede Einflüsterung vergeben, die durch ihre Gedanken geht, solange sie
nicht darüber redet oder danach handelt.“ Überliefert von Muslim/ 127
Und wer eine Sünde begeht und von Allah gedeckt wird, so ist es ihm nicht
erlaubt, darüber zu sprechen, weil der Gesandte (Allahs Segen und Frieden auf
ihm) sagte: „Jedem meiner Ummah wird vergeben, außer denen, die ihre
Sünden preisgeben.“
Überliefert von Muslim/ 2990
Wenn der Mensch sündigt und alsdann bereut, so vergibt ihm Allah: „Euer
Herr hat Sich Selbst Barmherzigkeit vorgeschrieben: Wer von euch in
Unwissenheit Böses tut, aber danach dann bereut und (es) wieder gutmacht,
so ist Er allvergebend und barmherzig.“
[Al-An’am 6:54]
Allah ist freigebig und edel, Er vervielfacht die guten Taten und vergibt
die schlechten Taten, so wie es der Gesandte (Allahs Segen und Frieden auf ihm)
von seinem Herrn berichtete: „Wahrlich, Allah hat die guten und schlechten
Taten aufgeschrieben.“
Dann erläuterte er dies:
„Wer also eine gute Tat beabsichtigt, sie aber nicht tut, so schreibt Allah
diese bei Sich als
eine vollständige gute Tat auf. Und wenn er sie beabsichtigt und
sodann auch tut, so schreibt Allah diese bei Sich als zehn gute Taten, bis
zum700-fachen und mehr davon auf.
Und wer eine schlechte Tat beabsichtigt, sie aber nicht tut, so schreibt
Allah diese bei Sich als
eine ganze gute Tat auf. Und wenn er sie beabsichtigt und sodann auch tut,
so schreibt Allah
diese als eine einzige schlechte Tat auf.“ Überliefert von al-Bukhari
und Muslim
