Was sind Gründe für einen schwachen Glauben (Iimaan)?

Alles
Lob gebührt Allah.

Gründe
für eine mangelnde Glaubensstärke sind folgende:

Der
erste Grund: Die Unwissenheit über die Namen und Eigenschaften Allahs haben
eine Schwäche im Glauben (Iman) zur Folge. Je weniger der Mensch die Namen
und Eigenschaften Allahs kennt, desto schwächer wird seine
Glaubensstärke (Iman).

Der
zweite Grund: Das Meiden des Nachdenkens über die Zeichen Allahs in der
Schöpfung und Seine Zeichen in dem, was Seine Religion betrifft (z.B. die
Zeichen und Wunder in Koran und Sunnah). Dies verursacht eine Schwäche im
Glauben (Iman) oder zumindest seine Stagnation. 

Der
dritte Grund: Das Begehen von Taten, die einen Ungehorsam gegenüber Allah
bedeuten. Der Ungehorsam gegenüber Allah (Ma’siah) hat einen enormen Einfluss
auf das Herz und auf die Glaubensstärke (Iman). Deshalb sagte der Prophet,
Allahs Segen und Frieden auf ihm: „Derjenige, der Unzucht begeht, begeht diese
Unzucht in diesem Moment nicht als jemand mit Glauben/ Glaubensstärke (…)“
(Übereinstimmend überliefert in Sahih al-Bukhari und Sahih Muslim) 

Der
vierte Grund: Das Unterlassen von gottgefälligen Taten (Ta’at). Diese
Unterlassung hat eine Schwächung des Glaubens zur Folge. 

Wenn
die jeweilige gottgefällige Tat (Ta’ah) eine Pflicht darstellt und man sie
ohne islamisch gültige Entschuldigung nicht erfüllt, so stellt dies einen
Mangel an Glaube dar, für den man getadelt und bestraft wird.

Wenn
die jeweilige gottgefällige Tat aber keine Pflicht darstellt, oder sie
eine Pflicht darstellt, die man aber aufgrund einer islamisch gültigen
Entschuldigung nicht erfüllt hat, so stellt dies einen Mangel dar, für den man
nicht getadelt wird. Deshalb bezeichnete der Prophet, Allahs Segen und Frieden
auf ihm, die Frauen als „schwächer“ in Ratio und Religion. Er begründete
ihre „Schwäche“ in der Religion damit, dass die Frau während ihrer
Regelblutung nicht betet und nicht fastet, obwohl sie für das Unterlassen des
Gebets und des Fastens während ihrer Regelblutung nicht getadelt wird, ja,
ihr dies (das Unterlassen des Gebets und des Fastens während der
Regelblutung) sogar befohlen ist. Da der Frau aber diese Taten, die der Mann
(immer) tut, entgehen, wird sie dadurch im Hinblick auf diese Tatsache
„schwächer“ (in der Religion) als der Mann.