Die Ehe im Islam

Die Ehe im Islam

 Die Ehe gehört zu den bedeutendsten zwischenmenschlichen Beziehungen, die der Islam nachdrücklich empfiehlt. .

Die Ehe gehört zu den bedeutendsten zwischenmenschlichen Beziehungen, die der Islam nachdrücklich betont und empfohlen hat. Außerdem gehört die Ehe zur Lebensweise aller Gesandten Allahs. (Siehe Seite 232) Indem der Islam viele und detaillierte Vorschriften und Verhaltensregeln für die Ehe aufstellte und den beiden Ehepartnern Rechte zusicherte, verfolgt er vor allem ein Ziel: die eheliche Beziehung soll lange und dauerhaft glücklich bleiben. Und aus dieser Ehe soll eine glückliche Familie entstehen, in der die Kinder seelische Stabilität besitzen, geradlinig an ihrer Religion festhalten und in allen Bereichen des Lebens erfolgreich sind.

Einige Vorschriften für die Ehe:

Der Islam hat Voraussetzungen formuliert, die sowohl vom Ehemann als auch von der Ehefrau erfüllt sein müssen, damit ihre Heirat und ihre Ehe gültig sind. Zu diesen Voraussetzungen gehören:

Die islamischen Voraussetzungen, die eine Ehefrau erfüllen muss:

  1. Es muss sich bei der Frau um eine Muslima oder eine Angehörige der schriftbesitzenden Religionen (Jüdin und Christin) handeln, die an ihre Religion glaubt. Allerdings empfiehlt der Islam, eine gläubige, religiöse Muslima zur Ehefrau zu wählen. Denn eines Tages wird diese Frau die Mutter deiner Kinder sein, die sich um ihre Erziehung kümmern und dir eine Hilfe sein wird, um Gutes zu verrichten und standhaft auf dem Wege Allahs zu bleiben. Der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte: „Nimm also einen glücklichen Ausgang mit der Frau, die religiös ist, damit deine Hände zu einem beachtlichen Gewinn gelangen!“ (Buḫārī Hadith Nr. 4802 und Muslim Hadith Nr. 1466)
  2. Es muss eine keusche, anständige und ehrbare Frau sein. Somit ist es verboten, eine Frau zu heiraten, von der bekannt ist, dass sie unanständig ist und Unzucht betreibt. Allah, der Erhabene sagte: … und die ehrbaren Frauen von denjenigen, denen vor euch die Schrift gegeben wurde. (Sure 5 al-Māʾida Vers 5)
  3. Es darf sich nicht um ein nahes weibliches Familienmitglied handeln, bei dem eine Heirat lebenslang ausgeschlossen ist (maḥram), wie bereits erwähnt (siehe Seite 236). Außerdem ist es verboten, eine Frau und ihre Schwester oder eine Frau und ihre Tante mütterlicherseits oder väterlicherseits zusammen zur Frau zu nehmen.

Die islamischen Voraussetzungen, die ein Ehemann erfüllen muss:

Beim Ehemann wird vorausgesetzt, dass er ein Muslim ist. Es ist im Islam verboten, dass eine muslimische Frau einen nichtmuslimischen Mann heiratet. Dabei spielt es keine Rolle, welche Religion der Nichtmuslim hat, ob er ein Angehöriger der schriftbesitzenden Religionen ist oder nicht. Der Islam empfiehlt nachdrücklich, den Heiratsantrag eines Muslims anzunehmen, wenn dieser die zwei folgenden Eigenschaften besitzt:

  • Geradlinigkeit in der Religion
  • Guten Charakter

Der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte: „Wenn zu euch jemand kommt (der um die Hand eurer Tochter anhält), dessen Religion und Charakter euch gefällt, dann sollt ihr ihm (euer Einverständnis) zur Heirat geben.“ (Tirmiḏī Hadith Nr. 1084 und Ibn Māǧah Hadith Nr. 1967)