Kategorien von Frauen, die der Mann unterscheiden muss

Kategorien von Frauen, die der Mann unterscheiden muss:

Was den Umgang mit der Frau betrifft, so lässt sich für einen Mann die Frau in folgende Kategorien unterteilen:

  1. Die eigene Ehefrau:

Für einen Mann ist es erlaubt, seine Frau anzuschauen und sich mit ihr so viel er möchte geschlechtlich zu vergnügen. Und das Gleiche gilt natürlich auch für die Frau mit ihrem Ehemann. Allah, der Erhabene verdeutlichte durch eine schöne bildliche Darstellung die Beziehung der Eheleute zueinander: Allah nannte den Ehemann ein Kleid für seine Ehefrau und nannte die Ehefrau ebenfalls ein Kleid für ihren Ehemann. Dadurch zeigte Er auf eine perfekte Weise die seelische, emotionale und körperliche Beziehung zwischen ihnen. Der Erhabene sprach: Sie sind euch ein Kleid, und ihr seid ihnen ein Kleid. (Sure 2 al-Baqara Vers 187) (Für den Umgang zwischen den Eheleuten siehe Seite 245).

  1. Die nahe weibliche Verwandte (maḥram):

Gemeint ist hier das nahe weibliche Familienmitglied (maḥram), das der Mann ein Leben lang nicht heiraten darf. Zu den nahen weiblichen Familienmitgliedern eines Mannes gehören folgende Personen:

1 Die leibliche Mutter sowie die Großmutter mütterlicher- und väterlicherseits, d. h. die Mutter der Mutter oder die Mutter des Vaters. Dies gilt ebenfalls für deren Großmütter, Urgroßmütter usw.
2 Die leibliche Tochter und die Enkelin, d. h. die Tochter des Sohnes oder die Tochter der Tochter. Dies gilt ebenfalls für die Urenkelin usw.
3 Die leibliche Schwester oder die Halbschwester, d. h. die Schwester, mit der man entweder einen gemeinsamen Vater oder eine gemeinsame Mutter hat.
4 Die leibliche Tante väterlicherseits, d. h. die leibliche Schwester des Vaters oder die Halbschwester des Vaters väterlicherseits oder mütterlicherseits. Darunter fällt ebenfalls die Tante des Vaters väterlicherseits und die Tante der Mutter väterlicherseits.
5 Die leibliche Tante mütterlicherseits, d. h. die leibliche Schwester der Mutter oder die Halbschwester der Mutter väterlicherseits oder mütterlicherseits. Darunter fällt ebenfalls die Tante des Vaters mütterlicherseits und die Tante der Mutter mütterlicherseits.
6 Die Nichte brüderlicherseits, d. h. die Tochter des leiblichen Bruders oder die Tochter des Halbbruders aus väterlicher oder mütterlicher Seite. Das gilt ebenfalls für die Großnichte, d. h. die Tochter vom Sohn (Enkelin) des Bruders.
7 Die Nichte schwesterlicherseits, d. h. die Tochter der leiblichen Schwester oder die Tochter der Halbschwester aus väterlicher oder mütterlicher Seite. Das gilt ebenfalls für die Großnichte, d. h. die Tochter von der Tochter der Schwester.
8 Die Schwiegermutter, d. h. die Mutter der Ehefrau. Dabei spielt es keine Rolle, ob man derzeit mit der Ehefrau verheiratet oder bereits geschieden ist. Die Mutter der Ehefrau bleibt lebenslang ein nahes weibliches Familienmitglied, mit dem eine Heirat ausgeschlossen ist (maḥram). Dies gilt ebenfalls für die Mutter der Schwiegermutter.
9 Die Stieftochter, d. h. die nicht leibliche Tochter des Mannes, sondern die Tochter der Ehefrau aus einer früheren Ehe.
10 Die Schwiegertochter, d. h. die Ehefrau des Sohnes, Enkels usw.
11 Die Stiefmutter, d. h. die Ehefrau des Vaters, Großvaters usw.
12 Die Milchmutter, d. h. die Frau, die diesen Mann im Babyalter, in den ersten zwei Jahren seines Lebens, mindestens fünfmal sättigend gestillt hatte. Der Islam gewährte dieser Frau einige Rechte aufgrund des Stillens.
13 Die Milchschwester, d. h. die Tochter der Milchmutter, bzw. die Tochter von der Frau, die diesen Mann im Babyalter gestillt hatte. Alle Personen, die aufgrund des Stillens für ihn zu nahen Verwandten geworden und demzufolge zu heiraten verboten sind, gelten als Familienmitglieder, die man wie Blutsverwandte betrachtet. Somit gelten dieselben Gebote für die Schwester der Milchmutter und die Schwester des Milchvaters sowie für die Tochter der Milchschwester oder des Milchbruders.
  1. Die fremde Frau:

Mit einer fremden Frau ist hier jede Frau gemeint, die kein nahes weibliches Familienmitglied (maḥram) ist, bei dem eine Heirat lebenslang ausgeschlossen ist. Demnach sind folgende Frauen ebenfalls für einen Mann fremd: die Tochter seines Onkels väterlicherseits, die Tochter seiner Tante väterlicherseits, die Tochter seines Onkels mütterlicherseits, die Tochter seiner Tante mütterlicherseits, die Ehefrau des Bruders, die weiblichen Verwandten der Familie und alle weiblichen Personen, mit der weder eine Blutsverwandtschaft noch eine Verschwägerung besteht. Der Islam legte Regeln und Gesetze fest, die bestimmen, wie ein Muslim mit einer für ihn fremden Frau umgehen soll. Diese Regeln und Gesetze dienen als Schutz- und Vorsichtsmaßnahme, um Keuschheit und Ehre zu bewahren; und sie sind ein Riegel, den man vor die Tür des Satans schiebt. Denn Allah, Der die Menschen erschaffen hat, weiß am besten, was für den Menschen nützlich und schädlich ist.

Jeden Tag kann man in den Berichten und Statistiken über die erfassten Fälle von Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen lesen. Sündige, verbotene Beziehungen zwischen Männern und Frauen häufen sich in vielen Familien und Gesellschaften, die nicht religiös sind und sich nicht an Allahs Gesetze halten.

Allah, der Erhabene sagte: Sollte denn Derjenige, Der erschaffen hat, nicht Bescheid wissen? Und Er ist der Feinfühlige und Allkundige. (Sure 67 al-Mulk Vers 14)